Bio-Garten Flechtdorf GmbH

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Heizwerk liefert die Wärme für Pflanzen

06.11.2013 | WLZ-FZ : Bio-Garten Flechtdorf wird an das benachbarte Biomasseheizwerk angebunden · 200 000 Euro investiert

Die überschüssige Wärme des Biomasseheizwerks in Flechtdorf wird schon bald an den Bio-Gar-ten weitergeleitet. Der Beirat des Bio-Gartens informierte sich vor Ort bei Manuel Strecker vom Ingenieurbüro Seeger über das Projekt. Der Bio-Garten in Flechtdorf ist auf Wärme angewiesen. Weil Heizen mit Öl auf Dauer sehr teuer werden kann, kommt die Energie bald kostenlos vom Biomasseheizwerk.

Diemelsee-Flechtdorf. Seit 2007 ist das Biomasseheizwerk in Flechtdorf in Betrieb. Beim Verbrennen von Ästen und Baumschnitt entsteht vor allem im Sommer überschüssige Wärme. Diese konnte bislang nicht genutzt werden, das wird sich aber schon bald ändern.

Start am 11. November



In den vergangenen Wochen haben Bauarbeiter die Voraussetzungen geschaffen, um die Wärme in Zukunft an den benachbarten Bio-Garten Flechtdorf abgeben zu können. Dafür begannen vor etwa fünf Wochen die Tiefbauarbeiten, anschließend wurden die nötigen Rohre verlegt. „Geplant ist es, das System am 11. November in Betrieb zu nehmen“, erklärte Manuel Strecker vom Ingenieurbüro Seeger dem Beirat des Bio-Gartens. „Insgesamt haben wir rund 200 000 Euro investiert“, sagt Dr. Wolfgang Werner, Geschäftsführer der Bio-Garten Flechtdorf GmbH.

Er stellte die Rechnung auf, dass sich das neue Konzept nach sechs bis sieben Jahren refinanziert habe und die Wärme ab dann quasi kostenlos sei – abgesehen von Wartungsarbeiten. Der Kostenfaktor sei für den Bio-Garten wichtig. Nach der Gründung 1994 wurde die überschüssige Wärme eines benachbarten Blockheizkraftwerks genutzt, das zur Mülldeponie gehörte. Später wurde die Deponie versiegelt und der Bio-Garten in den vergangenen fünf Jahren mit Öl beheizt.

Alte Leitungen genutzt



„Wir sind froh, diese Lösung gefunden zu haben“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Der Landkreis ist mehrheitlich an der Biomasseverwertungsgesellschaft beteiligt, die wiederum das Biomasseheizwerk betreibt. „Statt Wärme zu verschenken, nutzen wir sie nun sinnvoll“, freut sich Deutschendorf auch darüber, dass die Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird.

Bei der Verlegung der Rohre konnten zudem die vorhandenen Leitungen des früheren Blockheizkraftwerks verwendet werden. Die Strecke zwischen Biomasseheizwerk und Bio-Garten beträgt etwa 500 Meter, auf rund 300 Metern wurden neue Rohre verlegt.

Bild oben: Die überschüssige Wärme des Biomasseheizwerks in Flechtdorf wird schon bald an den Bio-Garten weitergeleitet. Der Beirat des Bio-Gartens informierte sich vor Ort bei Manuel Strecker vom Ingenieurbüro Seeger über das Projekt.

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